DKG fordert Krisengipfel zur Lage der Krankenhäuser

von Lukas Wilke

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die deutsche Gesundheitspolitik, namentlich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, zu einem Krankenhausgipfel aufgerufen. „Politik und Krankenkassen gefährden die flächendeckende Versorgung der Patienten“. Nun sei es endlich Zeit zu handeln, heißt es in einer Pressemeldung. Die Kliniken seien bereit, sich ihrer Verantwortung zu stellen und gemeinsam mit Kassen und Politik die Zukunft der Krankenhausversorgung zu gestalten.

 

In ihrem Thesenpapier nennt die Gesellschaft fünf konkrete Problemstellungen:

  1. Der enorme bürokratische Aufwand hindere die Beschäftigten in den Krankenhäusern daran, ihrer eigentlichen Profession – der medizinischen Versorgung und der pflegerischen Betreuung – nachzugehen.
  2. Durch die neuen Pflegepersonaluntergrenzen nehme die Politik fahrlässig in Kauf, dass die Kliniken Intensivbereiche schließen und bspw. Schlaganfallpatienten ablehnen müssten.
  3. Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) verschlimmere die Patientenversorgung noch zusätzlich durch Budgetkürzungen und Strafzahlungen.
  4. Die Bundesländer ließen Kliniken und Bürger durch ausbleibende Investitionen im Stich.
  5. Die Mangelfinanzierung bedrohe die wohnortnahe Notfallversorgung.

 

Neben den Krankenhausverbänden haben auch die Arbeiterwohlfahrt sowie der deutsche Städte- und der deutsche Landkreistag den Aufruf unterschrieben.

 

© Bild: Deutsche Krankenhausgesellschaft

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