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DKG legt Eckpunktpapier zur Personalausstattung vor

von Lukas Wilke

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat mit einem Eckpunktepapier zur Pflegepersonalausstattung auf die von Gesundheitsminister Spahn eingeführten Pflegepersonaluntergrenzen reagiert. „Die haben nichts verbessert, weder für Patienten noch für die Pflegekräfte“, sagte DKG-Präsident Gaß in seiner Rede beim Frühjahrsempfang des Verbands am Dienstagabend. Ähnlich wie der ebenfalls im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz verankerte Personalquotient seien die Untergrenzen allenfalls als kurzfristige Übergangslösung zu gebrauchen.

 

Stattdessen wolle man gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat (DPR) sowie den Pflegekammern und Gewerkschaften ein Instrument entwickeln, das eine bedarfsgerechte Personalbemessung nicht auf einzelne Bereiche beschränkt (Ganzhausansatz). Zudem soll es flexibel auf die Weiterentwicklungen des Pflegeberufs reagieren können. Schließlich eröffneten eine voranschreitende Akademisierung der Pflege und die allgegenwärtige Digitalisierung neue Chancen und Potenziale, die in die zukünftige Personalbemessung einfließen müssten.

 

Anhand des bemessenen Personalbedarfs für das gesamte Krankenhaus sollen die Krankenhäuser weiter selbst darüber entscheiden können, wo sie Pflegekräfte einsetzen. Dabei sollen auch die unterschiedlichen Ausgangslagen der Kliniken berücksichtigt werden. Zudem müsse mit dem Instrument eine Abkehr vom DRG-System einhergehen. „Die Pflegepersonalkosten können [...] nicht in diesem Finanzierungssystem vergütet werden, sondern müssen in vollem Umfang und tarifgerecht gesondert abgerechnet werden“, heißt es in dem Eckpunktepapier.

 

Langfristig möchte die DKG dazu beitragen, die Attraktivität und den Stellenwert des Pflegeberufs zu erhören, denn gute Pflege sei maßgeblich für die Qualität der Patientenversorgung. Daher sei es wichtig, den Pflegekräften wieder mehr Wertschätzung zukommen zu lassen und sie so an ihren Beruf zu binden.

 

 

© Bild: lege artis

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