Drei Fragen an...

von Agentur lege artis

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... Dr. Michael Schwarzenau

Er ist Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Im März 2016 wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates des ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin gewählt. Er studierte Politikwissenschaft, Publizistik, Soziologie und Geschichte in Münster. Mehrere Jahre lang arbeitete er hauptamtlich als Referent und pädagogischer Leiter in der politischen Erwachsenenbildung eines Bildungswerkes. Seit 1995 ist er im Gesundheitswesen tätig. Zweieinhalb Jahre war er Referent des Vorstands der Ärztekammer Westfalen-Lippe, bevor er 1998 Geschäftsführer wurde.

 

Gute Krankenhauskommunikation bedeutet für mich...?

„Die wichtigste ‚Währung‘ im Krankenhaus ist Vertrauen. Patientinnen und Patienten wollen darauf vertrauen, im Krankenhaus die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses wollen in einem professionellen, wertschätzenden Umfeld in vertrauensvollen Teamstrukturen arbeiten. Die Qualität der Krankenhauskommunikation entscheidet mit darüber, ob notwendige Veränderungen als Krisen oder als Entwicklungschancen wahrgenommen werden. Gute Krankenhauskommunikation adressiert beide Zielgruppen gleichermaßen.“

 

Wo sehen Sie aktuell den größten Handlungsbedarf für Kliniksprecherinnen und Kliniksprecher?

„Die Krankenhauslandschaft befindet sich in einem grundlegenden Wandel, der durch die Stichworte Digitalisierung, Fachkräftemangel, Grenzen/Kollateralschäden des DRG-Systems, konzeptioneller Neuordnungsbedarf an den Sektorengrenzen gekennzeichnet ist. Vor diesem Hintergrund steigt der Anspruch an die Klinikkommunikation. Kliniksprecherinnen und Kliniksprecher müssen zu diesen Themen nach innen wie nach außen wirken.“

 

Warum sollten Kommunikationsverantwortliche den Kliniksprechertag besuchen?

„Die Debatte über die Neuordnung der Krankenhauslandschaft mit dem Ziel, die Anzahl der Krankhäuser deutlich zu verringern und die Versorgungsaufträge (Stichwort Zentrenbildung) neu zu definieren, sorgt für erhebliche Verunsicherung. Verunsicherung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Krankenhäuser, auch und gerade bei den Bürgerinnen und Bürgern. Krankenhäuser sind in der Lebenswelt vieler Menschen zentrale Einrichtungen der Daseinsfürsorge, auf deren Vorhandensein und Existenz vertraut wird. Der Bedarf an Krisenkommunikation wird steigen. Der Kliniksprechertag im März 2020 bietet das Forum für Kliniksprecherinnen und Kliniksprecher, sich hierfür weiter fit zu machen.“

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