Erste Ergebnisse der „HINTS Germany“-Studie veröffentlicht

von Lukas Wilke

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Ärzt*innen und anderes medizinisches Fachpersonal bleiben die erste Anlaufstelle für Gesundheitsinformationen. Das geht aus der repräsentativen "HINTS Germany"-Studie hervor. Das Projekt, das die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) gemeinsam mit dem Hanover Center for Health Communication durchführt, ist eine Adaption des US-amerikanischen "Health Information National Trends Survey" (HINTS). Nun haben die Autor*innen erste Ergebnisse in einem trendmonitor veröffentlicht.

 

Hoher Informationsbedarf – nicht nur für sich selbst

Im Rahmen der Studie wurden 2.902 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt, wie sie sich zu Gesundheitsfragen informieren. Demnach haben sich knapp drei Viertel der Befragten bereits gezielt mit medizinischen Themen auseinandergesetzt. Etwa 36 Prozent gaben zudem an, sich nur oder auch schon für andere Personen informiert zu haben. "Wer Gesundheitsinformationen erstellt [...], sollte im Hinterkopf haben, dass die Informationen oft 'auf Umwegen' – also über Dritte – zu den eigentlichen Zielpersonen gelangen", betonen die Autor*innen deshalb.

 

Dr. Google hat das Nachsehen

Wenn es einen akuten Bedarf für medizinische Informationen gibt, wenden sich rund 69 Prozent der Befragten nach wie vor an Ärztinnen und Ärzte. Nur ein Fünftel bevorzugt das Internet. Das liegt vor allem daran, dass die Hausärztin um die Ecke starkes oder sehr starkes Vertrauen bei einem Großteil der Bevölkerung genießt (75 %), während viele den Antworten des virtuellen Kollegen noch skeptisch gegenüber stehen.

 

Mangelnde Qualität und Verständnisprobleme

Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass es grundsätzliche Bedenken bei der Suche nach Gesundheitsinformationen gibt. Denn mehr als ein Viertel der Bevölkerung gab an, dass sie die Qualität der Informationen beunruhige. Zudem haben viele Probleme damit, die Informationen zu verstehen (23 %). Auch die Suche wird häufig als aufwändig und frustrierend empfunden. Es scheint also nach wie vor Verbesserungsbedarf zu geben. "Daher sollten Gesundheitsinformationen noch zielgruppengerechter aufgearbeitet und die Vermittlungsqualität verbessert werden", so die Autor*innen.

Weitere Informationen zu HINTS Germany sowie den trendmonitor finden Sie auf www.stiftung-gesundheitswissen.de.

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